Weitere Infos zum Jukebox-Cut ...      
       
 

Ich habe mich bei dem Vinyl cutten auf Rock and Roll und Jukeboxen spezialisiert.  Moment? Ist denn nicht eine Schallplatte eine Schallplatte? Oh, nein, ist sie nicht. Wenn man, wie ich, die Möglichkeit hat sich seine speziellen Wünsche zu erfüllen, sollte das auch genau passend für den Zweck gemacht werden.

 
       
 

Ich beschreibe hier den Unterschied zwischen einer RnR DJ Single/EP und einer Jukebox Single.  Meine Vinyl-Cut-Anlage arbeitet mit mechanischen und automatischen Vorschub. Der Vorschub bestimmt den Rillenabstand der Platte.  Jukeboxen sind sehr robust gebaut, die Turntables (Dee Jay Plattenspieler) sind dagegen sehr feinfühlig und bieten mehr Möglichkeiten beim Schallplatten cutten.

Also, was ist hier besonders zu beachten? Es beginnt mit der Liedzeit, wie lang ist das Lied? In der Regel sind Lieder zwischen 2,5 und 3 Minuten lang. Solche Songs auf Single zu machen ist kein Problem. Ein Problem wird es eher wenn ihr eine EP (2 Lieder auf einer Seite) in eurer Jukebox abspielen möchtet. Sehr oft hebt der Tonarm eurer Jukebox schon mitten im zweiten Lied ab. Die automatische Tonarmabnahme kann zwar bei jeder Musikbox eingestellt werden, aber das wissen nicht alle Jukebox-Besitzer.

   
       
 

Eine 7“ Single hat einen Durchmesser von 17,5 cm. Bei einer Platte für eine Jukebox oder einem vollautomatischen Plattenspieler gehen ca. 6 mm für die Einlaufspur drauf, hier kann der Tonarm automatisch aufgelegt werden. Ca. 2 cm bleiben für das eigentliche Lied, etwa 1,8 cm fallen der Auslaufspur zum Opfer. In der Auslaufspur wird der Tonarm abgehoben. Bei einer Schallplatte die von einem Turntable abgespielt wird, reicht eine 3 mm Einlaufspur und die Auslaufspur kann bis 3 mm vor dem Label enden, da hat man gute 3,5 cm zum cutten.  Also, eine Jukebox Single hat 2 cm und eine Plattenspieler Single 3,5 cm Platz für die Aufnahme.

Also, das Lied oder die Lieder sind ja nur eine Rille, die in das Vinyl geschnitten wird, da ich aber über Zentimeter schreibe und ein Lied in Minuten läuft, kommt hier der Vorschub zum Einsatz. Je kürzer das Lied ist, umso größer kann ich den Vorschub einstellen. Je größer der Vorschub ist, desto besser ist die Schallplatte vor einem „springen“ geschützt.

 
   
       
 

In der Skizze seht ihr je ein Beispiel wie ihr euch so einen Cut vorstellen könnt. Der Vorschub, der die Rille cuttet ist bei der Jukebox fast doppelt so hoch wie bei einem Plattenspieler und das Gewicht des Cutters wird ein wenig höher eingestellt.